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Rhododendron Park und Botanischer Garten Bremen


Vor 50 Jahren wurde damit begonnen, den Rhododendron-Park anzulegen. Auf dem Gelände standen um 1890 als Wildpark gepflanzte Bäume, vor allem Eichen, aber auch Buchen, Eschen und Fichten. Er bietet noch heute den Rhododendron Schatten und Windschutz.


Übersichtskarte vom Park
Wie erreiche ich den Park?


In der Mitte der insgesamt über 36 ha großen Parkanlage liegt der Botanische Garten. Er ist von 1905 bis 1935 am Osterdeich, nahe der Innenstadt gelegen, privat unterhalten worden. 1937 entstand der Garten neu als Botanischer Garten. Aber erst 1950 konnte die Anlage fertigestellt werden.
Besonders günstige klimatische Bedingungen und Standortverhältnisse für Rhododendron und immergrüne Laubgehölze und das nahegelegene Oldenburger Baumschulgebiet, spezialisiert auf die Anzucht dieser Pflanzen, waren die besten Voraussetzungen hier einen "Prüfungs- und Sichtungsgarten für Rhododendron" anzulegen. Entwicklung und Gedeihen des Parkes sind ein besonderes Anliegen der Deutschen Rhododendron-Gesellschaft, die 1935 in Bremen gegründet wurde. Angelegt wurden Garten und Park durch das Gartenbauamt Bremen, das den Botanischen Garten und den Rhododendron-Park auch betreut und pflegt. Rhododendron und Azaleen (auch Azaleen sind Rhododendron) bilden die große, wertvolle und einmalige Pflanzensammlung des Rhododendron-Parkes.
Dieser Wegweiser soll es Besuchern erleichtern, die schönsten und interessantesten Abteilungen des Rhododendron-Parkes zu finden.

Rhododendron

Rhododendron im Park
Immergrüne, hochwachsende Rhododendron-Arten und -sorten bestimmen den Charakter des Parkes. Bereits vom Haupteingang der Marcusallee aus fallen die mehrere Meter hohen Pflanzen dieser Rhododendron auf. Es sind überwiegend Sorten aus den Gruppen der Catawbiense- und Ponticum-Hybriden, aber auch alle anderen Sortengruppen, wie zum Beispiel die Fortunei-, Repens- und Williamsianum-Hybriden sind vertreten. Zwischen den Sorten immer wieder eingestreut Rhododendron-Arten. Genannt seien besonders die frühblühenden Arten Rhododendron oreodoxa, Rh. sutchuense, dann Rh. fortunei und spät im Juni blühend Rh. brachycarpum und Rh. discolor. Aber auch Azaleen sind, in großen Gruppen mit Abstand zu den immergrünen Rhododendron gepflanzt, ins Auge fallend.

Azaleen bestimmen den Charakter diesen Teil des Parkes. Von den in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts entstandenen Genter-Hybriden, den Mollis-Hybriden bis zu den erst nach 1945 in deutsche Gärten gekommenen Knap-Hill-Azaleen. sind umfangreiche Sortimente vorhanden. Hingewiesen sei auch auf die Occidentale-, Rustica- und Viscosum-Azaleen. Die Azaleen-Arten, die beteiligt waren, die Sortengruppen zu schaffen, sind dazwischengepflanzt. Über 270 verschiedene Azaleenarten und -sorten kann man hier finden und die Farbenpracht stellt auch verwöhnteste Azaleenfreunde zufrieden.

Foto der Wisentplastik

Japanische Azaleen haben, wie der Name bereits ausdrückt, ihren Ursprung in Japan. In großen Gruppen stehen sie im Park verteilt zum Beispiel am Haupteingang nahe der Wisentplastik, am Deliusweg auf der langen Rabatte vor dem Azaleen-Museum, im Heide- und im Sortimentsgarten. Es dauert fünfzig Jahre bis Japanische Azaleen 1,5 m und höherwerden, wie im Rhododendron-Park zu sehen. Für unsere klein gewordenen Gärten sind sie wegen des langsamen Wuchses ideale Pflanzen.

Einen Steingarten nur für Rhododendron wird man auf unserer Erde lange suchen müssen, es sei denn, man reist in die Alpen, den Himalaya oder in die Gebirge Chinas und Japans, die über riesige Flächen hin natürliche Steingärten sind. Aus all diesen Gebieten wachsen viele Arten und Sorten der alpinen Rhododendron hier im Steingarten dicht beisammen. Die Pflanzen brauchen, um auf Dauer sich gut zu entwickeln zu können, die Nähe von Steinen auch im Boden. Der Rhododendron-Steingarten in Bremen ist eine Anlage für Pflanzenliebhaber, die das Besondere suchen. Zur Hauptblütezeit Ende April bis Mitte Mai aber werden die alpinen Rhododendron von allen Besuchern bewundert.

Der Rhododendron-Sortimentsgarten bietet auf engem Raum eine Vielfalt, wie sie sonst nur über den gesamten Park, dann allerdings in großen Gruppen und Pflanzen verteilt, zu finden ist.

Rhododendron-Arten, winterhart in unserem Klima, sind hier in großer Mannigfaltigkeit, meist als Einzelpflanzen gepflanzt. Arten sind schwieriger als Sorten zu kultivieren. Man muß auf ihre Ansprüche eingehen. In deutschen Gärten sind Rhododendron-Arten leider wenig zu finden. Sie werden allerdings auch von den Baumschulen ihrer Schönheit entsprechend nicht angeboten. Alte Pflanzen zeigen den Charakter und die Schönheit unbeeintlußter Natürlichkeit.

Rhododendron-Sorten über 900 verschiedene sind im Park. Ein großer Teil davon stehen als Einzelpflanzen hier nach dem ABC zusammen. Diese Abteilung ist für eilige Besucher oder diejenigen, die nicht durch den ganzen Park laufen möchten gedacht, aber auch, um auf engstem Raum die Sorten miteinander vergleichen zu können.

Foto vom Gewächshaus

Gewächshäuser. Auf über 2.500 qm Gewächshausfläche wachsen Rhododendron; die in unserem Klima nichtwinterhart sind. Bereits Anfang Februar beginnen die ersten Arten zu blühen. Hochblüte ist März bis April, aber fast das ganze Jahr über sind blühende Rhododendron hier zu sehen.

Im Wilhelm-Kaisen-Haus, einem 1972 von der Sparkasse in Bremen gestifteten und von der Deutschen Rhododendron-Gesellschaft erbauten 12 m hohen Gewächshaus für tropische und subtropische Rhododendron, können sich auch die großlaubigen und baumartig wachsenden Rhododendron voll entwickeln. In zwei weiteren Schauhäusern sind gleichfalls Rhododendron-Arten und einige tvpische Begleitpflanzen aus deren Heimatgebieten zu bewundern. Über 250 Arten zeigen, wie formenreich in Wuchs und Blüte die Gattung Rhododendron ist. Von den etwa 1000 in der Natur vorkommenden Arten sind in Bremen über 600 im Sortiment.

Foto vom Azaleenmuseum

Ein "Azaleen-Museum" gibt es nur im Rhododendron-Park. 1980 eröffnet und 1986 erweitert, ist es eine Sammlung von den als Topfpflanzen bekannten Indischen Azaleen. Hier kann man die Entwicklung dieser Sortengruppe, deren Züchtung etwa 1825 begann, die ältesten Sorten der Sammlung wurden 1849/50 gezüchtet, bis zu den neuesten Sorten sehen. Blütezeit der Indischen Azaleen ist vom Frühlingsanfang - 20. März - bis Ende April.

Im HeideGarten ist Hauptblütezeit im August, doch die Blüte der Schneeheide - Erica carnea - von Februar bis April ist Vorbote auf den Frühling und die Rhododendron- und Azaleenblüte im Park. Auf dem Weg zu den Gewächshäusern ist die blühende Erica kaum zu übersehen. Auch die Rhododendron gehören zur Familie der Ericaceen - den Heidekrautgewächsen.

Botanischer Garten - Rhododendron-Cafe
Es sei noch auf den Pflanzenreichtum des Botanischen Gartens mit seiner Blütenfülle vom Frühjahr bis zum Herbst hingewiesen. Hier ist die Vielfalt der heimischen Flora zu sehen und Pflanzen aus anderen Kontinenten weisen auf den Reichtum der Pflanzenwelt unserer Erde hin.
Im Rhododendron-Cafe ist man gut aufgehoben zur Rast und Stärkung, um danach wieder für neue Eindrücke aufgeschlossen zu sein.


Öffnungszeiten:

(ohne Gewähr)

Botanischer Garten und Rhododendron-Park

Freiland
täglich        7.30 Uhr - Sonnenuntergang
Sottimentsgarten
April - September   7.30 Uhr - Sonnenuntergang

Wilhelm-Kaisen-Haus und Rhododendrongewächshäuser

Mo-Fr,So                10 - 16 Uhr
Sa                      12 - 16 Uhr
Azaleen-Museum   20. März - 30. April
Öfnungszeiten für Gewächshäuser
In den Wintermonaten wird bei Dunkelheit früher geschlossen.


Original Copyrighthinweis:
Herausgegeben von der Freien Hansestadt Bremen (Büro Bremen Werbung). Grafik-Design: Eggbert Dittrich, Fotos: Archiv BBW. Lithographie: Gerd Rieke, Achim. Druck Sturm Druck, Bremen. Gedruckt in der Bundesrepublik Deutschland. Printed in the Federal Republic of Germany. (C) BBW

Die Informationen für die Veröffentlichung im WWW wurden uns freundlicherweise vom Verkehrsverein Bremen zur Verfügung gestellt.


[Sabine's Bremen-Seite]